Unternehmungen
Römer (Rathaus) und Römerberg
Das Patrizierhaus mit seinen charakteristischen drei Giebeln ist seit 1405 das Frankfurter Rathaus und mittlerweile das Symbol der Stadt. Heute ist der Römer der offizielle Sitz der Oberbürgermeisterin und der Stadtverordnetenversammlung. Auch mehrere Ämter, z. B. das Standesamt, sind hier untergebracht.
Der Römerberg als Zentrum der Altstadt genoss im 16. Jahrhundert den Ruf, der schönste Platz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zu sein. Seine Glanzzeit hatte der Römerberg im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit, als hier neben den bedeutenden Frankfurter Messen auch die Wahlen und Krönungen der deutschen Könige stattfanden. In der Mitte des Platzes steht der berühmte Gerechtigkeitsbrunnen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Altstadt mit ihren über zweitausend Fachwerkhäusern und dem Römerberg in einer einzigen Bombennacht komplett zerstört. Nur das Haus Wertheim blieb verschont. Nach Kriegsende wurde der Römerberg wieder aufgebaut.
Alte Oper („Dem Wahren, Schönen, Guten“)
Die Alte Oper, ein Prunkbau aus der Gründerzeit, geht auf eine Spende wohlhabender Frankfurter Bürger zurück. Am 20. Oktober 1880 wurde das vom Berliner Architekten Richard Lucae entworfene Opernhaus nach sieben Jahren Bauzeit feierlich eingeweiht.
Bis seiner Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte das Frankfurter Opernhaus acht Intendanten, zahlreiche Erstaufführungen, namhafte Solisten und weltbekannte Komponisten. Nach dem Krieg entbrannte eine jahrelange Diskussion darüber, ob die Alte Oper in ihrem Originalzustand wieder aufgebaut werden sollte oder ob die Ruine abzureißen sei. Der damalige Frankfurter Oberbürgermeister Rudi Arndt wollte die Oper sogar sprengen lassen. Im Volksmund erhielt er dafür den Namen „Dynamit-Rudi“. Das Vorhaben scheiterte am Widerstand der Frankfurter Bürger. Doch erst im Jahr 1981 war die Alte Oper vollständig wiederhergestellt und konnte neu eröffnet werden.
Dom
Der gotische Turm des Frankfurter Doms (genaugenommen ist er kein Dom, da er nie Bischofssitz war) beherrscht das Bild der Frankfurter Altstadt. Die gotische Pfarrkirche St. Bartholomäus, die 1239 dem heiligen Bartholomäus geweiht und zur gotischen Hallenkirche umgebaut wurde, erhielt ihren Ehrennamen „Kaiserdom“ erst im 18. Jahrhundert.
Der Dom wurde 1356 offiziell zur Wahlkirche der Könige des Heiligen Römischen Reiches erklärt. Zwischen 1562 und 1792 fanden hier zehn Kaiserkrönungen statt.
Goethehaus und Goethe
Das Haus der Eltern des 1749 geborenen Dichters Johann Wolfgang von Goethe ist typisch für die bürgerliche Wohnkultur des Spätbarock und lohnt den Besuch nicht nur wegen seines berühmten Bewohners. Das Betreten des Goethehauses kommt einer kleinen Zeitreise gleich. Die Einrichtung gewährt einen lebhaften Einblick in den Lebensstil des 18. Jahrhunderts. Zwar ist die originale Einrichtung nicht mehr erhalten, doch man hat versucht, sie so originalgetreu wie möglich darzustellen.
Neben dem Goethehaus befindet sich das Goethemuseum. Es enthält die weltweit einzige Gemäldegalerie, die sich ausschließlich den Zeitgenossen Goethes widmet. Hier finden sich Bilder bedeutender Künstler des deutschsprachigen Raums vom Spätbarock über den „Sturm und Drang“, den Klassizismus und die Romantik bis zum Biedermeier.
Botanischer Garten (Palmengarten)
Der Palmengarten wurde 1868 von Frankfurter Bürgern angelegt. Er ist für seine große Sammlung tropischer Pflanzen weltberühmt. Auf 20 Hektar findet man dort das ganze Jahr über zahlreiche wunderschöne und interessante Pflanzen.
Mit 5000 m² ist das Tropicarium eine der größten Gewächshausanlagen überhaupt. Tropische Pflanzen wie Orchideen, Bromelien, Palmen, Farne, Sukkulenten und viele andere Gewächse sind hier zu bestaunen. Die Pflanzen sind größtenteils nach ihren natürlichen Lebensräumen angeordnet, unterteilt in Regenwald, Mangroven, Bergregenwald, Monsun- und Passatwald, Savanne, Dornenwald und verschiedene Arten der wüstennahen Vegetation.
Das große Palmenhaus wurde 1869 errichtet. Man findet dort viele Palmenarten sowie eine Vielzahl anderer, vor allem subtropischer Pflanzen. Auf der neuen Galerie des Palmenhauses finden Blumenschauen und Informationsausstellungen statt.
Paulskirche
Die Paulskirche ist das Symbol für Freiheit und Demokratie in Deutschland. Sie ist ein nationalhistorisches Monument mit großer politischer Symbolkraft, da sie im Jahr 1848 der Sitz des ersten demokratisch gewählten Parlaments war. Sie wurde 1789 als evangelische Kirche errichtet, jedoch erst 1833 fertiggestellt. Die Wurzeln der Bedeutung der Kirche liegen im Frankfurter Parlament, das während der Revolutionsjahre 1848/49 in der Kirche zusammentrat, um eine Verfassung für ein vereintes Deutschland auszuarbeiten. Der Versuch scheiterte, da die Herrscher von Preußen und Österreich ihre Macht wahren wollten. 1849 beendeten die preußischen Truppen das demokratische Experiment mit Waffengewalt, und das Parlament wurde aufgelöst. Danach wurde das Gebäude wieder für Gottesdienste genutzt.
Die Paulskirche wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört – vor allem das Innere des Gebäudes, das heute modern gestaltet ist. Sie wurde nach dem Krieg rasch wieder aufgebaut, jedoch eher der Symbolik wegen: Heute wird sie nicht mehr für geistliche Zwecke, sondern hauptsächlich für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
Museumsufer
Das Frankfurter Museumsufer ist wohl der bedeutendste Standort für Museen in Deutschland und einer der wichtigsten in Europa.
Besonders die Vielfalt und Qualität der Museen macht seinen guten Ruf unter Kunstkennern aus. Herausragende Bedeutung haben das Städelsche Kunstinstitut (Städel), das Deutsche Architekturmuseum, das Deutsche Filmmuseum, das Museum für Angewandte Kunst, das Liebieghaus, das Historische Museum der Stadt Frankfurt und das Museum für Kommunikation.
Neben diesen Höhepunkten sollten Sie sich den Frankfurter Zoo und das Museum für Moderne Kunst ebenfalls nicht entgehen lassen. Vielleicht interessiert Sie auch das berühmte Varietétheater Tigerpalast?
Besuchen Sie den Maintower und genießen Sie einen fantastischen Panoramablick über Frankfurt, unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem Main oder tauchen Sie mit einem Glas des berühmten „Ebbelwoi“ in einem der vielen Restaurants und Kneipen Alt-Sachsenhausens in die Gemütlichkeit und Gastfreundschaft Frankfurts ein.
Besuchen Sie auch das Bankenzentrum, den Messeturm, die Hauptwache, den Eschersheimer Turm, die Börse, den Henninger-Turm, das Commerzbankgebäude, die Zeil, die Goethestraße...


